Montag, 3. Dezember 2007

Eichbaum Tresen

Grundgütiger, was ein Tag.

Erst stundenlang männliche Arbeit geleistet, mit Bohrmaschine und Stichsäge und Feile an einer Arbeitsplatte aus solider, deutscher Eiche gearbeitet, dann im Eichbaum Tresen eingekehrt und mit Eichbaum Pils und einem fantastischen Greyezer Schnitzel den Feierabend veredelt.

Aufmerksame Leser werden die Verwandschaft zwischen Arbeitsmaterial, Namen des Schnitzelrestaurants und Biermarke erkannt haben.

Die Kombination jedenfalls ist nicht zu schlagen. Zumindest habe ich mich heute das erste mal nach einem Eichbaum Schnitzel nicht miserabel, sondern pudelwohl gefühlt. Ob das jetzt an der vorher geleisteten, im Nachhinein zu kompensierenden körperlichen Arbeit gelegen hat oder ob der Körper sich langsam auf die Eichbaumportionen einstellt kann ich noch nicht sagen. Dabei war das Schnitzel heute - das Greyezer - beileibe nichts für Anfänger, dick und fett mit Käse und Sahne überbacken, wie es ist. Heute habe ich aber nicht mal einen Aquavit gebraucht.

Oh wie herrlich das war, so knusprig, so würzig! Ganz am Anfang des Schnitzels (also an dem zu mir deutenden Ende, wenn das Schnitzel sich links und die Bratkartoffeln sich rechts befinden, wie es sich gehört) war eine Ecke, die richtig dunkelbraun gebraten und über nur eine dünne Brücke mit dem Hauptschnitzel verbunden war, so dass man sie einfach abnehmen und als Schnitzel-Knusperbonbon in den Mund stecken und wegknuspern konnte. Der Käse war cremig und würzig und hat das Schnitzel weich aber bestimmt umspielt.

"Partyschnitzel" hatte das Madagaskarschnitzel, was wegen der Soße wohl nicht so dolle war. "Shnizzel-Man" hatte das champi&käs schnitzel, das ein Knüller ist und das ich das nächste Mal auch essen werde. Der andere Schnitzelmann, dessen Namen ich gerade vergessen habe hatte das Schnitzel Wiener Art. War wohl ganz gut, aber es scheint klar zu sein dass die Schnitzelspezialitäten doch immer die Nase vorn haben werden.
"Schnitzelprinz" ist heute MAL WIEDER nicht in Erscheinung getreten, seine Ausrede, er wäre in Berlin kommt mir noch fadenscheiniger vor als die vom letzten Mal.

Herrgott, das mit den Scheiss Schnitzelcodenamen geht mir so auf den Senkel, das kann sich ja eh keine Sau merken.
Ab sofort gilt:

Partyschnitzel -> Marvin
Shnizzel-Man -> Olaf
denwoichvergessen hab -> Heinz
Schnitzelprinz -> Tiberius

So.

Die Eiche, aus der meine Arbeitsplatte besteht stammt vermutlich gar nicht aus Deutschland, sondern aus Turkmenistan oder Wladivostok.

Ich hab das vorhin nur so gesagt.

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