Oh das Exil...
Zum ersten Mal nicht mehr um die Ecke.
Aber fast noch schlimmer als das ist die Tatsache, dass es gar nicht so weh getan hat.
Wie schon in einem früheren Post berichtet hat im Exil unsere kleine Schnitzeltradition angefangen und ist zu voller Blüte gelangt. Mittlerweile geht jeder, der uns kennt, davon aus, dass wir Montags beschäftigt sind.
Die Schnitzelkarte im Exil kennen wir in- und auswendig und dass uns die Kellnerin noch nicht mit Namen begrüßt dürfte eigentlich nur daran liegen, dass sie unsere Namen nicht kennt.
Das Schlimme ist blos, dass die Schnitzelerfahrung sich abnutzt. Seit wir angefangen haben auszuschweifen und dabei das teuflische Eichbaum Tresen kennengelernt haben kann einfach nichts anderes mehr mithalten - leider auch nicht das Exil. Zumindest nicht, wenn es um das Essen an sich geht. Klar, Ajoli mit Brot verliert seinen Reiz nicht, aber die Schnitzel sind einfach lang nicht so gut wie im Tresen, eine bedauerliche Tatsache.
Alles war bestens, solange wir nichts anderes kannten, aber jetzt ist das Exil bittersüß geworden. Da können wir kickern, da sind wir quasi zu Hause und werden auch so behandelt. Da sind wir Stammgäste mit einem besonderen Schnitzel-Spleen. Und das ist was wert.
Aber beim Essen muss man dann doch immer wieder an die Schnitzel im Eichbaum denken...
Ach, ich will eigentlich gar nicht drüber reden. Vielleicht bin ich ja auch blos sentimental weil das Exil nicht mehr bei mir um die Ecke liegt und ich heute mit dem scheiss Auto hinfahren musste und nichts trinken konnte.
Olaf und Heinz waren heute nicht da, das hats vielleicht auch schlimmer gemacht, nicht mal gekickert haben wir.
An Schnitzeln gab es diesmal Spinat-Gorgonzola (Tiberius), à la Maison (Marvin) und das Parmesanschnitzel (Ich). Mit Extra Kroketten in meinem Fall und extra Pommes bei den anderen beiden. Ajoli 2/1 wenn ich das richtig mitbekommen habe, bin zu spät gekommen.
Die Schnitzel waren meiner Meinung nach heute wieder ziemlich gut, was das oben gesagte um so dramatischer macht.
Montag, 10. Dezember 2007
Montag, 3. Dezember 2007
Eichbaum Tresen
Grundgütiger, was ein Tag.
Erst stundenlang männliche Arbeit geleistet, mit Bohrmaschine und Stichsäge und Feile an einer Arbeitsplatte aus solider, deutscher Eiche gearbeitet, dann im Eichbaum Tresen eingekehrt und mit Eichbaum Pils und einem fantastischen Greyezer Schnitzel den Feierabend veredelt.
Aufmerksame Leser werden die Verwandschaft zwischen Arbeitsmaterial, Namen des Schnitzelrestaurants und Biermarke erkannt haben.
Die Kombination jedenfalls ist nicht zu schlagen. Zumindest habe ich mich heute das erste mal nach einem Eichbaum Schnitzel nicht miserabel, sondern pudelwohl gefühlt. Ob das jetzt an der vorher geleisteten, im Nachhinein zu kompensierenden körperlichen Arbeit gelegen hat oder ob der Körper sich langsam auf die Eichbaumportionen einstellt kann ich noch nicht sagen. Dabei war das Schnitzel heute - das Greyezer - beileibe nichts für Anfänger, dick und fett mit Käse und Sahne überbacken, wie es ist. Heute habe ich aber nicht mal einen Aquavit gebraucht.
Oh wie herrlich das war, so knusprig, so würzig! Ganz am Anfang des Schnitzels (also an dem zu mir deutenden Ende, wenn das Schnitzel sich links und die Bratkartoffeln sich rechts befinden, wie es sich gehört) war eine Ecke, die richtig dunkelbraun gebraten und über nur eine dünne Brücke mit dem Hauptschnitzel verbunden war, so dass man sie einfach abnehmen und als Schnitzel-Knusperbonbon in den Mund stecken und wegknuspern konnte. Der Käse war cremig und würzig und hat das Schnitzel weich aber bestimmt umspielt.
"Partyschnitzel" hatte das Madagaskarschnitzel, was wegen der Soße wohl nicht so dolle war. "Shnizzel-Man" hatte das champi&käs schnitzel, das ein Knüller ist und das ich das nächste Mal auch essen werde. Der andere Schnitzelmann, dessen Namen ich gerade vergessen habe hatte das Schnitzel Wiener Art. War wohl ganz gut, aber es scheint klar zu sein dass die Schnitzelspezialitäten doch immer die Nase vorn haben werden.
"Schnitzelprinz" ist heute MAL WIEDER nicht in Erscheinung getreten, seine Ausrede, er wäre in Berlin kommt mir noch fadenscheiniger vor als die vom letzten Mal.
Herrgott, das mit den Scheiss Schnitzelcodenamen geht mir so auf den Senkel, das kann sich ja eh keine Sau merken.
Ab sofort gilt:
Partyschnitzel -> Marvin
Shnizzel-Man -> Olaf
denwoichvergessen hab -> Heinz
Schnitzelprinz -> Tiberius
So.
Die Eiche, aus der meine Arbeitsplatte besteht stammt vermutlich gar nicht aus Deutschland, sondern aus Turkmenistan oder Wladivostok.
Ich hab das vorhin nur so gesagt.
Erst stundenlang männliche Arbeit geleistet, mit Bohrmaschine und Stichsäge und Feile an einer Arbeitsplatte aus solider, deutscher Eiche gearbeitet, dann im Eichbaum Tresen eingekehrt und mit Eichbaum Pils und einem fantastischen Greyezer Schnitzel den Feierabend veredelt.
Aufmerksame Leser werden die Verwandschaft zwischen Arbeitsmaterial, Namen des Schnitzelrestaurants und Biermarke erkannt haben.
Die Kombination jedenfalls ist nicht zu schlagen. Zumindest habe ich mich heute das erste mal nach einem Eichbaum Schnitzel nicht miserabel, sondern pudelwohl gefühlt. Ob das jetzt an der vorher geleisteten, im Nachhinein zu kompensierenden körperlichen Arbeit gelegen hat oder ob der Körper sich langsam auf die Eichbaumportionen einstellt kann ich noch nicht sagen. Dabei war das Schnitzel heute - das Greyezer - beileibe nichts für Anfänger, dick und fett mit Käse und Sahne überbacken, wie es ist. Heute habe ich aber nicht mal einen Aquavit gebraucht.
Oh wie herrlich das war, so knusprig, so würzig! Ganz am Anfang des Schnitzels (also an dem zu mir deutenden Ende, wenn das Schnitzel sich links und die Bratkartoffeln sich rechts befinden, wie es sich gehört) war eine Ecke, die richtig dunkelbraun gebraten und über nur eine dünne Brücke mit dem Hauptschnitzel verbunden war, so dass man sie einfach abnehmen und als Schnitzel-Knusperbonbon in den Mund stecken und wegknuspern konnte. Der Käse war cremig und würzig und hat das Schnitzel weich aber bestimmt umspielt.
"Partyschnitzel" hatte das Madagaskarschnitzel, was wegen der Soße wohl nicht so dolle war. "Shnizzel-Man" hatte das champi&käs schnitzel, das ein Knüller ist und das ich das nächste Mal auch essen werde. Der andere Schnitzelmann, dessen Namen ich gerade vergessen habe hatte das Schnitzel Wiener Art. War wohl ganz gut, aber es scheint klar zu sein dass die Schnitzelspezialitäten doch immer die Nase vorn haben werden.
"Schnitzelprinz" ist heute MAL WIEDER nicht in Erscheinung getreten, seine Ausrede, er wäre in Berlin kommt mir noch fadenscheiniger vor als die vom letzten Mal.
Herrgott, das mit den Scheiss Schnitzelcodenamen geht mir so auf den Senkel, das kann sich ja eh keine Sau merken.
Ab sofort gilt:
Partyschnitzel -> Marvin
Shnizzel-Man -> Olaf
denwoichvergessen hab -> Heinz
Schnitzelprinz -> Tiberius
So.
Die Eiche, aus der meine Arbeitsplatte besteht stammt vermutlich gar nicht aus Deutschland, sondern aus Turkmenistan oder Wladivostok.
Ich hab das vorhin nur so gesagt.
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